Ben Witter Preis 2026 für Paul Ingendaay
Der renommierte Ben Witter Preis geht 2026 an den Journalisten und Schriftsteller Paul Ingendaay. Die Jury der Ben Witter Stiftung ehrt damit „einen brillanten Feuilletonisten, der in seinen Kritiken, Berichten und Glossen den Lebenslinien zwischen Literatur, Geschichte und Gesellschaft nachspürt“. Ingendaays Texte, so heißt es in der Begründung der Jury weiter, „glänzen in der Kunst, engagierte, detailgetreue Beobachtung in eine offene, kitschresistente Sprache zu fassen, und verweigern sich souverän jeder kulturbürgerlichen Verfinsterung. Vor allem seine Einblicke in die Literaturszenen und Vergangenheiten der iberischen Welt, die er als langjähriger Spanien-Korrespondent gewann, zeigen seinen besonderen Sinn für eine abgeklärte Aufklärung europäischer Zustände und Zusammenhänge.“
Paul Ingendaay, 1961 in Köln geboren, hat neben seinen journalistischen Arbeiten – als Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – auch Belletristik und Sachbücher verfasst. Dazu gehören die autobiografisch inspirierten Romane „Warum du mich verlassen hast“ und „Die romantischen Jahre“. Gerade erschien im Verlag C.H. Beck seine umfassende Darstellung des Engagements europäischer Schriftsteller im spanischen Bürgerkrieg, „Entscheidung in Spanien“.
Der Ben Witter Preis wurde von dem Hamburger Journalisten und Schriftsteller Ben Witter (1920-1993) gestiftet und 1995 erstmals verliehen. Die Jury bilden Matthies van Eendenburg, Benedikt Erenz, Annegret Schult und Tobias Timm. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern gehören Willi Winkler, Axel Hacke, Teresa Präauer, Elsemarie Maletzke, Moritz Rinke und Johanna Adorján, die 2025 ausgezeichnet wurde.
Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird am 2. November 2026 im Literaturhaus Hamburg verliehen.