Mario Draghi erhält den Marion-Dönhoff-Preis 2026. Der Förderpreis geht an das Elman Peace and Human Rights Center
Mario Draghi wird in diesem Jahr mit dem Marion-Dönhoff-Preis für internationale Verständigung und Versöhnung ausgezeichnet. Die gemeinnützige Organisation Elman Peace and Human Rights Center erhält den Förderpreis, die Menschenrechtsaktivistin und Bestsellerautorin Waris Dirie hält die Laudatio auf die Organisation. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert.
Mario Draghi wird ausgezeichnet, weil er als Präsident der Europäischen Zentralbank und als italienischer Ministerpräsident einen herausragenden Beitrag zur politischen und wirtschaftlichen Einheit Europas geleistet hat. „Als EZB-Präsident hat Mario Draghi die Eurozone sicher durch eine schwere finanzielle Krise gesteuert. Als Ministerpräsident Italiens hat er eine politisch gespaltene Nation zusammengehalten, hat sich gegen den wachsenden Nationalismus und Populismus gestemmt. Nach dem Ende seiner Amtszeit hat er mit dem Bericht über die Zukunft der europäischen Wettbewerbsfähigkeit Wege aufgezeigt, wie die Europäische Union sich in der Konkurrenz mit den Weltmächten USA und China behaupten kann“, so die Begründung der Jury.
Den Förderpreis vergibt die Jury an das Elman Peace and Human Rights Center aus Somalia für seinen besonderen Einsatz zur Friedensförderung und Versöhnung in dem vom Krieg zerrütteten Land. Das Zentrum setzt sich unermüdlich für die Rehabilitation und Wiedereingliederung ehemaliger Kämpfer, insbesondere von Kindersoldaten, ein. Zudem leistet es gemeinsam mit „Sister Somalia“ einen unschätzbaren Beitrag zur Unterstützung der Opfer sexueller Gewalt. „Das Elman Peace and Human Rights Center hat Mut und Mitgefühl bewiesen, indem es den Opfern des Krieges geholfen und Mädchen und Frauen dabei unterstützt hat, ein Leben in Freiheit, Würde und Selbstbestimmung zu führen“, so die Jury.
Das Amt des Juryvorsitzes übergibt in diesem Jahr Matthias Naß an Dr. Heinrich Wefing (DIE ZEIT). Der Jury des Marion-Dönhoff-Preises gehören außerdem Friedrich Dönhoff (Autor), Prof. Dr. Norbert Frei (Historiker), Astrid Frohloff (Journalistin), Prof. Dr. Maja Göpel (Politökonomin), Janusz Reiter (Polnischer Botschafter a. D.), Prof. Dr. Burkhard Schwenker (Vorsitzender des Kuratoriums der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS) und Anne Will (Journalistin) an.
In diesem Jahr vergeben DIE ZEIT, die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS sowie die Marion Dönhoff-Stiftung den Preis zum 24. Mal. Die Verleihung findet am 6. Dezember im Deutschen Schauspielhaus Hamburg statt.
Zahlreiche Leserinnen und Leser sind dem Aufruf der ZEIT gefolgt und haben Personen und Organisationen vorgeschlagen, die sich im Sinne Marion Dönhoffs für internationale Verständigung und Versöhnung engagieren.